Hauswirtschaft

Die hauswirtschaftliche Ausbildung kann in Privathaushalten und hauswirtschaftlichen Großbetrieben wie Krankenhäusern, Altenheimen, Kurheimen, Sozialstationen, Kantinen und Catering-Unternehmen erfolgen. Wenn Sie noch nicht sicher sind, in welchem Bereich Sie später arbeiten möchten, können Sie hier sowohl in der Pflege als auch in der Hauswirtschaft erste Einblicke bekommen. Der fachpraktische Unterricht wird durch eine mehrwöchige betriebliche Ausbildung in hauswirtschaftlichen Bereichen oder in der Pflege unterstützt.

Berufsfachschule Hauswirtschaft und Pflege

Diese einjährige Berufsfachschule richtet sich an Jugendliche, die eine hauswirtschaftliche Ausbildung anstreben oder allgemeine Grundlagen im Bereich der Hauswirtschaft und Pflege erlernen wollen. Der fachpraktische Unterricht wird durch eine mehrwöchige betriebliche Ausbildung unterstützt. Diese praktische Ausbildung kann sowohl im hauswirtschaftlichen Bereich wie in der Pflege durchgeführt werden.

Aufnahmevoraussetzung: Hauptschulabschluss
Abschluss: Bei einem Notendurchschnitt bis 3,0 erfolgt die Aufnahme in die Klasse 2 der zweijährigen Berufsfachschule Ernährung, Hauswirtschaft und Pflege.

Einjährige Berufsfachschule Hauswirtschaft und Pflege; Persönliche Assistenz; für Realschulabsolventen/innen

Diese einjährige Berufsfachschule gibt einen ersten Einblick in pflegerische, heilerziehungspflegerische und hauswirtschaftliche Abläufe. Der fachpraktische Unterricht wird durch eine mehrwöchige betriebliche Ausbildung im Bereich der Betreuung, Pflege oder Versorgung unterstützt.

Aufnahmevoraussetzung: Sekundarabschluss I (Realschulabschluss)

Abschluss: Der erfolgreiche Besuch berechtigt zur Aufnahme in die Klasse 2 der Berufsfachschule Sozialassistent/in, Schwerpunkt Persönliche Assistenz. Unter bestimmten Voraussetzungen kann der erweiterte Sekundarabschluss I erworben werden.

Zweijährige Berufsfachschule Ernährung, Hauswirtschaft und Pflege – Klasse 2 (Vollzeit)

Die zweijährige Berufsfachschule richtet sich an Personen, die den Sekundarabschluss I – Realschulabschluss anstreben. Neben den Fächern im allgemeinen Lernbereich wird ein hoher Anteil Fachtheorie unterrichtet. Zusätzlich zum Unterricht ist ein Betriebstag pro Woche verbindlich vorgeschrieben.

Aufnahmevoraussetzung: Notendurchschnitt bis 3,0 in einer einjährigen Berufsfachschule in den Fachrichtungen Hauswirtschaft und Pflege, Lebensmittelhandwerk oder Gastronomie
Abschluss: Sekundarabschluss I (Realschulabschluss) bzw. erweiterter Sekundarabschluss I

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Berufsschule Hauswirtschaft (Teilzeit)

Die Berufsschule Hauswirtschaft ist verpflichtend für Auszubildende im Ausbildungsberuf Hauswirtschafter/in. Diese Schulform ist Bestandteil des dualen Systems während der Ausbildungszeit und vermittelt die theoretischen Ausbildungsinhalte.

Abschluss: Sekundarabschluss I (Realschulabschluss) bzw. erweiterter Sekundarabschluss I

Berufseinstiegsklassen (BEK)

Diese Schulform ist für SchülerInnen und Schüler, die den Hauptschulabschluss erwerben möchten und eine Ausbildung in den Berufen des Lebensmittelhandwerks, der Gastronomie, der Hauswirtschaft, der Agrarwirtschaft oder der Sozialpflege anstreben.

Für die SchülerInnen gibt es ein intensives sozial- pädagogisches Beratungsangebot.

Es findet verstärkt (berufsbezogener) Unterricht in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch statt, um die Ausbildungsfähigkeit der SchülerInnen zu erhöhen.
In der Fachpraxis sollen sogenannte Qualifizierungsbausteine zur Ausübung berufsspezifischer Tätigkeiten befähigen. Dies wird durch Praxiszeiten in Betrieben des entsprechenden Fachbereichs unterstützt.

Am Ende des Schuljahres findet eine Überprüfung der berufstheoretischen und berufspraktischen Leistungen statt.

Aufnahmevoraussetzung:
– Abgang aus der Abschlussklasse der allgemein bildenden Schule ohne oder mit kapp erreichtem Hauptschulabschluss   oder
– ein guter Förderschulabschluss oder
– Abschluss des BVJ.

Abschlüsse: Die Berufseinstiegsklasse schließt mit einer Abschlussprüfung ab. Bei Bestehen dieser Prüfung wird der Hauptschulabschluss erreicht. Bei entsprechenden Leistungen ist die Aufnahme in eine Berufsfachschule möglich.

Berufsvorbereitungsjahr Ernährung und Sozialpflege (BVJ)

Das Berufsvorbereitungsjahr Ernährung und Sozialpflege ist interessant für Jugendliche der Förderschulen, der Hauptschulen Klasse 8.
Diesen Schülern wird der Einstieg ins Berufsleben ermöglicht. Die SchülerInnen werden während des gesamten Schuljahres sozialpädagogisch betreut.
Das BVJ ist eine Vollzeit-Schulform mit sehr hohem Praxisanteil. Es kann die Chance für den Eintritt in eine Ausbildung oder für den Besuch einer weiteren Schulform an den Berufsbildenden Schulen sein.
Während des Schuljahres machen die SchülerInnen ein zweiwöchiges Praktikum in einem Betrieb ihrer Wahl.

Aufnahmevoraussetzung: Förderschule mit und ohne Abschluss, Hauptschule Klasse 8 und darunter.

Abschlüsse: Das BVJ Ernährung/Sozialpflege vermittelt keinen Abschluss. Falls die Schüler keine Ausbildung anstreben, haben sie mit dem BVJ die Schulpflicht absolviert. Bei einem entsprechenden Notendurchschnitt ist die Durchlässigkeit in die Berufseinstiegsklasse gewährleistet, in der sie dann den Hauptschulabschluss erreichen können.

Berufsschule für Jugendliche mit individuellen Unterstützungsangeboten

Um Jugendliche mit besonderem Förderbedarf zu unterstützen, arbeitet die BBS Lingen AS eng mit den entsprechenden Förder- und Ausbildungseinrichtungen zusammen. Als Ausbildungspartner sind hier z. B. das Berufsbildungswerk Lingen, Reholand Lingen und die VHS Lingen zu nennen.

Aufnahmevoraussetzung:
Für die Teilnahme an entsprechenden Fördermaßnahmen ist eine Zuweisung der jeweiligen Agenturen für Arbeit in den Heimatorten der Jugendlichen notwendig. Die Schule bietet für diese Jugendlichen den begleitenden Berufsschul- und Förderunterricht an.


Berufsvorbereitung (BvB intensiv):
 Fachrichtung Hauswirtschaft und Agrar

Jugendliche, die aufgrund physischer und/oder psychischer Entwicklungsschwierigkeiten noch nicht für eine Berufsausbildung in Betracht kommen, erhalten in dieser Maßnahme besondere Unterstützung zur Förderung ihrer „Berufsreife“.