Agrarwirtschaft

Jungen Menschen, die gerne mit Tieren und Pflanzen umgehen möchten, bietet eine Ausbildung im Bereich Agrarwirtschaft jede Menge Möglichkeiten.

Berufliches Gymnasium (BG) – Schwerpunkt Agrarwirtschaft

Phasen der Ausbildung

In der Einführungsphase (Jahrgangsstufe 11) haben Sie die Gelegenheit, unsere Arbeitsweise kennen zu lernen und ggf. auch Wissenslücken zu schließen. Zu den allgemein bildenden Fächern treten die Fächer Agrar- und Umwelttechnik, Volks- und Betriebswirtschaft, Informationsverarbeitung und das Fach Praxis.

Im zweiten Halbjahr der Einführungsphase wählen Sie auch Ihre fünf Prüfungsfächer für das Abitur. Die anschließende zweijährige Qualifikationsphase ist nicht in Schuljahre, sondern in vier Semester unterteilt. Der Unterricht erfolgt in Kursen, die jeweils ein Semester umfassen. Die Qualifikationsphase endet nach vier Semestern mit der Abiturprüfung.

Inhalte

Das Berufliche Gymnasium Gesundheit und Soziales, Schwerpunkt Agrarwirtschaft bietet eine berufsbezogene Schwerpunktbildung mit den Profilfächern Agrar- und Umwelttechnik (mit den Lerngebieten: Bodenfruchtbarkeit, Zuchtverfahren und Biotechnik, Wachstumsprozesse und Ertragsbildung etc.), Betriebs- und Volkswirtschaft und Informationsverarbeitung.

Das Fach Praxis (Agrar) ergänzt das Angebot durch die Erkundung von Produktionsverfahren in landwirtschaftlichen Betrieben, Unterstützungsprozesse landwirtschaftlicher Produktion und Projekte.

Abschluss

Mit dem erfolgreichen Besuch des Beruflichen Gymnasiums wird die allgemeine Hochschulreife erworben. Nach dem Abitur kann also ein Studium in beliebiger Fachrichtung aufgenommen werden.

Doppelqualifikation

Für interessierte Absolventen besteht die Möglichkeit zur Doppelqualifikation, d. h. die Allgemeine Hochschulreife und der berufliche Abschluss Landwirt/in innerhalb von 4 Jahren.

Zweijährige Fachschule Agrarwirtschaft (F2A) – Klasse 2 (Vollzeit)
Schwerpunkt Betriebs- und Unternehmensführung

Die Zweijährige Fachschule Agrarwirtschaft vermittelt jungen Landwirten/innen das nötige Wissen, um sich für eine spätere Tätigkeit als Betriebsleiter/in oder Verwalter/in eines landwirtschaftlichen Unternehmens umfassend zu qualifizieren. Ferner stehen den Absolventinnen und Absolventen vielfältige Tätigkeiten im Dienstleistungsbereich des Agrarbusiness sowie die Berechtigung zum Studium an einer Fachhochschule offen.

Aufnahmevoraussetzung: Einjährige praktische Tätigkeit nach
der Ausbildung sowie ein erfolgreicher Abschluss der Einjährigen Fachschule Agrarwirtschaft
Abschluss: Staatlich geprüfte Betriebswirtin/Staatlich geprüfter Betriebswirt, Ausbildereignung und Fachhochschulreife

Einjährige Fachschule Agrarwirtschaft (F1A) (Vollzeit)

Die Einjährige Fachschule Agrarwirtschaft ist ein Angebot an junge Landwirte, die das Ziel verfolgen, sich weiter zu qualifizieren und ihre Handlungskompetenzen in der Produktionstechnik und der Betriebswirtschaft zu festigen.

Aufnahmevoraussetzung: Es empfiehlt sich ein Praxisjahr vor Beginn der Ausbildung. Eine abgeschlossene landwirtschaftliche Ausbildung sowie der Abschluss der Berufsschule sind Voraussetzung.

Abschluss: Staatlich geprüfte Wirtschafterin/Staatlich geprüfter Wirtschafter und Berechtigung für die Klasse 2 der Zweijährigen Fachschule Agrarwirtschaft.

Berufsschule Agrarwirtschaft (BSA) (Teilzeit)

Die Schulform wird für die Auszubildenden im Ausbildungsberuf Landwirt/in angeboten und vermittelt während der zwei- bzw. dreijährigen Ausbildungszeit die theoretischen Ausbildungsinhalte.

Aufnahmevoraussetzung: Diese Schulform ist verpflichtender Bestandteil des dualen Ausbildungssystems während der Ausbildungszeit
Abschluss: Sekundarabschluss I (Realschulabschluss) bzw. erweiterter Sekundarabschluss I

Berufsfachschule Agrarwirtschaft (B1A)

Die Berufsfachschule im Fachbereich Agrarwirtschaft richtet sich an alle, die den Beruf des/der Landwirtes/in, Tierwirtes/in, Gärtners/in, Fisch- oder Pferdewirtes/in oder der Fachkraft Agrarservice erlernen möchten. Der fachpraktische Unterricht findet z. T. in verschiedenen landwirtschaftlichen oder gartenbaulichen Betrieben statt.

Aufnahmevoraussetzungen: Hauptschulabschluss
Abschluss: Die Berufsfachschule kann als erstes Ausbildungsjahr anerkannt werden.

Berufsfachschule Agrar

Berufseinstiegsschule (BES) Klasse 2

In dieser Schulform können Schülerinnen und Schüler den Hauptschulabschluss erwerben. Danach könnte man eine Ausbildung in der Landwirtschaft, der Bäckerei, der Gastronomie, der Hauswirtschaft oder der Sozialpflege beginnen. Während des Schuljahres finden ausführliche Beratungsgespräche zur Berufsfindung statt. Außerdem steht eine Sozialpädagogin für persönliche Gespräche zur Verfügung. Neben den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch findet ein berufsbezogener Unterricht statt. Im theoretischen und praktischen Fachunterricht werden erste Einblicke in den möglichen späteren Ausbildungsberufen vermittelt. Das Schuljahr ist in vier Qualifizierungsbausteine unterteilt, die einzeln benotet werden. Darüber hinaus sind zwei 14-tägige Betriebspraktika zu absolvieren. Am Ende des Schuljahres findet eine Abschlussprüfung in den Fächern Deutsch und Mathematik statt.

Aufnahmevoraussetzung:

– Abgang aus der Abschlussklasse der Allgemeinbildenden Schule ohne oder mit knapp erreichtem Hauptschulabschluss oder

– ein guter Förderschulabschluss oder

– Abschluss der Berufseinstiegsschule (BES) Klasse 1

 Abschlüsse:

Hauptschulabschluss

Bei entsprechenden Leistungen ist die Aufnahme in eine Berufsfachschule möglich.

Berufseinstiegsschule (BES) Klasse 1

Die Berufseinstiegsschule (BES) Klasse 1 Agrarwirtschaft ist interessant für Jugendliche der Förderschulen, der Hauptschulen Klasse 8.
Diesen Schülern wird der Einstieg ins Berufsleben ermöglicht. Die SchülerInnen werden während des gesamten Schuljahres sozialpädagogisch betreut.
Die Berufseinstiegsschule (BES) Klasse 1 ist eine Vollzeit-Schulform mit sehr hohem Praxisanteil. Es kann die Chance für den Eintritt in eine Ausbildung oder für den Besuch einer weiteren Schulform an den Berufsbildenden Schulen sein.
Während des Schuljahres machen die SchülerInnen ein zweiwöchiges Praktikum in einem Betrieb ihrer Wahl.

Aufnahmevoraussetzung: Förderschule mit und ohne Abschluss, Hauptschule Klasse 8 und darunter.

Abschlüsse: Die Berufseinstiegsschule (BES) Klasse 1 Agrarwirtschaft vermittelt keinen Abschluss. Falls die Schüler keine Ausbildung anstreben, haben sie mit der Berufseinstiegsschule (BES) Klasse 1 die Schulpflicht absolviert. Bei einem entsprechenden Notendurchschnitt ist die Durchlässigkeit in die Berufseinstiegsschule (BES) Klasse 2 gewährleistet, in der sie dann den Hauptschulabschluss erreichen können.

Berufsschule für Jugendliche mit individuellen Unterstützungsangeboten

Um Jugendliche mit besonderem Förderbedarf zu unterstützen, arbeitet die BBS Lingen AS eng mit den entsprechenden Förder- und Ausbildungseinrichtungen zusammen. Als Ausbildungspartner sind hier z. B. das Berufsbildungswerk Lingen, Reholand Lingen und die VHS Lingen zu nennen.

Aufnahmevoraussetzung:
Für die Teilnahme an entsprechenden Fördermaßnahmen ist eine Zuweisung der jeweiligen Agenturen für Arbeit in den Heimatorten der Jugendlichen notwendig. Die Schule bietet für diese Jugendlichen den begleitenden Berufsschul- und Förderunterricht an.


Berufsvorbereitung (BvB intensiv):
 Fachrichtung Hauswirtschaft und Agrar

Jugendliche, die aufgrund physischer und/oder psychischer Entwicklungsschwierigkeiten noch nicht für eine Berufsausbildung in Betracht kommen, erhalten in dieser Maßnahme besondere Unterstützung zur Förderung ihrer „Berufsreife“.